Futtermangel

Unterstützung von der Staatsregierung


Wegen regionaler Hagelschläge, der zeitweise sehr heißen Witterung und anhaltender Trockenheit melden bäuerliche Veredelungsbetriebe in Bayern Versorgungsengpässe beim Grundfutter. Um die Lage nicht noch weiter zu verschärfen und die Engpässe zu überbrücken, dürfen die betroffenen Landwirte vorübergehend Flächen zur Futtergewinnung hernehmen, die eigentlich aus Umweltschutzgründen nicht landwirtschaftliche genutzt werden dürfen. Nach Auskunft des Bayerischen Landwirtschaftsministerium in München geht es dabei in erster Linie um die sogenannten ökologischen Vorrangflächen, die jeder Landwirt zur Verfügung stellen muss, um zum Beispiel die Artenvielfalt zu erhalten. Dabei handelt es sich unter anderem um Feldstreifen, Gräben, Waldränder und brachliegende Felder. Damit das Vieh trotz der Dürre und der Ernteausfälle ausreichend Futter bekommt, dürfen die Landwirte in festgelegten Regionen nun die Flächen beweiden oder zur Futtergewinnung nutzen. Die Ausnahmeregelung gilt für nahezu alle Regionen in Unterfranken sowie für den Großraum Bamberg in Oberfranken sowie Tirschenreuth in der Oberpfalz.

Im Regierungsbezirk Unterfranken herrscht derzeit eine Trockenheit wie seit rund 40 Jahren nicht mehr. In den vergangenen Monaten hatte es dort deutlich weniger geregnet als sonst üblich. Allein im März waren es dem Deutschen Wetterdienst zufolge 93 Prozent weniger. (HH)
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