Die illegale Tötung von Ferkeln zieht Ermittlungen nach sich.
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Die illegale Tötung von Ferkeln zieht Ermittlungen nach sich.

In Folge des Fernsehbeitrags am Montag in der ARD, der illegale Ferkeltötungen in verschiedenen Ställen zeigte, wurden neben den empörten Äußerungen von landwirtschaftlichen Verbänden jetzt auch offizielle Ermittlungen aufgenommen.

Laut Informationen des Bayerischen Rundfunks (BR) prüft das Landratsamt Miltenberg einen landwirtschaftlichen Betrieb im Raum Elsenfeld/Obernburg wegen der Zustände, die in einem Bericht der ARD am Montag dargestellt wurden.

Es habe in dem Betrieb erst im vergangen Jahr eine intensive Kontrolle gegeben. Dabei seien keinerlei Beanstandungen aufgetreten. Trotzdem werde man den Vorwürfen nachgehen, ob Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vorliegen, so das Amt gegenüber dem BR.

Der Tierschutzbund hatte unter anderem gegen den niederländischen Sauenhalter Straathof Anzeige erstattet. Betriebe dieses Unternehmens in Mecklenburg-Vorpommern waren bereits in der im Dezember ausgestrahlten Sendung Report Mainz gezeigt worden. Die Nachforschungen der Behörden hatten allerdings keinen Hinweis auf strafrechtlich relevante Vergehen gezeigt. Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg hatte die Ermittlungen gegen Straathof im April eingestellt.

Wie die Generalstaatsanwaltschaft in Rostock gegenüber der Zeitung Nordkurier bestätigte, hat das Agrarministerium von Mecklenburg-Vorpommern jetzt erneut Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz durch die Staatsanwaltschaft Schwerin angeordnet.

Das Unternehmen Straathof hatte im vergangenen Herbst seine Deutschlandzentrale von Genthin in Sachsen-Anhalt ins brandenburgische Ziesar verlegt. Laut Angaben der Zeitung Volksstimme hatte das Unternehmen in seinen beiden Zucht- und Mastanlagen Ärger mit den Aufsichtsbehörden wegen tierschutzrechtlicher Verstöße. (hed)
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