Derzeit ist das Veterinäramt dabei, die Kontakttiere und Nachkommen des Tieres zu ermitteln. „Nach ersten Ermittlungen konnten bisher sieben Nachkommen ermittelt werden, von denen sich noch zwei Tiere im Bestand befinden", sagte Landestierarzt Dr. Klaus Reimer heute. Die Ermittlung der Geburtskohorte gestaltet sich nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums schwieriger als zunächst gedacht.

Reimer geht dennoch davon aus, dass es sich bei der festgestellten Erkrankung um einen Einzelfall handelt. „Wir führen jährlich etwa 8000 bis 10.000 BSE-Schnelltests bei Schlachttieren durch, von 2007 bis 2013 gab es keinen positiven Befund", so der Landstierarzt.

Bis zum Abschluss der epidemiologischen Ermittlungen bleibt die Herde des Landwirts gesperrt. Der Landkreis hat alle notwendigen Maßnahmen ergriffen und wird durch die Task Force des Landes unterstützt.

Zu Jahresbeginn war im Landkreis Oder-Spree erstmals seit 2009 in Deutschland ein geschlachtetes Rind positiv auf BSE (bovine spongiforme Enzephalopathie) getestet worden. Nach Einschätzung der Behörden handelt es sich um eine atypische BSE, eine seltene Erkrankung, die im Gegensatz zur klassischen BSE nur bei älteren Tieren und spontan entsteht. (sta)

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