Pflanzenschutz

Verbände befürchten unnötige Verbote

Die EU-Mitgliedstaaten sollen stärker in die Entscheidung eigebunden werden. Die EU-Kommission möchte Pflanzenschutzmittel oder gentechnisch veränderte Organismen (GVO) nicht mehr ohne die Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten genehmigen. Deshalb sollen in der Berufungsinstanz Enthaltungen von EU-Mitgliedstaaten nicht mehr gezählt werden. Die notwendige qualifizierte Mehrheit für oder gegen die Zulassung käme dann leichter zustande. 18 EU-Agrarverbände kritisieren die geplanten Änderungen der sogenannten „Komitologie". Die Verbände warnen vor einer stärkeren Einbindung der Politik. Das könnte nach ihrer Ansicht dazu führen, dass nützliche Pflanzenschutzmittel oder GVO nicht mehr zugelassen werden, obwohl sie von wissenschaftlicher Seite aus als unbedenklich eingestuft wurden. Die 18 Agrarverbände befürchten einen Mangel an Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in der europäischen Landwirtschaft. (Mö)
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