Kooperation

Verbände gemeinsam pro Biogas


Der Bundesverband der Maschinenringe und Fachverband Biogas vereinbaren Zusammenarbeit. Erstes Ziel ist, Einfluss auf die aktuelle EEG-Novelle zu nehmen. Der Erhalt der Biogasbranche in Deutschland sei nicht nur für den Fachverband Biogas von elementarer Bedeutung, teilen die beiden Verbände mit. Auch die Maschinenringe hätten ein großes Interesse, bestehende Biogasanlagen zu erhalten und eine positive Weiterentwicklung der Branche sicherzustellen. Zu diesem Zweck haben der Bundesverband der Maschinenringe und der Fachverband Biogas  beschlossen, zusammenzuarbeiten.

„Biogas ist im erneuerbaren Energiesystem eine bedeutende Einnahmequelle für Landwirte und Lohnunternehmen und damit auch ein wichtiges Thema der Maschinenring-Organisation“, erklärte der Präsident des Bundesverbandes der Maschinenringe, Leonhard Ost. Unter den rund 192.000 landwirtschaftlichen Betrieben, die Mitglied in den Maschinenringen sind, seien zahlreiche Biogasanlagen-Betreiber, die nicht nur für das Gelingen der Energiewende, sondern auch für die Wertschöpfung und das Steueraufkommen in ihrer Region einen wichtigen Beitrag leisten. Dr. Claudius da Costa Gomez, Hauptgeschäftsführer im Fachverband Biogas, begrüßt die Kooperation: „Es ist eine schwierige Situation, in der sich die Biogasbranche derzeit befindet. Umso wichtiger ist es, einen so kompetenten und mitgliederstarken Verband wie die Maschinenringe an seiner Seite zu wissen.“

Einig sind sich die beiden Verbände in ihren Forderungen zum EEG 2016. Aufgrund der aktuellen politischen Situation sei ein Fortbestand der Branche wohl nur über das Modell der Ausschreibungen zu realisieren. Diese müssten aber im Gesetz verankert sein und vor allem auch für Bestandsanlagen gelten, die dringend auf Anschlussregelungen warten, fordern die Verbände. Übereinstimmung herrschte auch darin, dass der im aktuellen EEG-Entwurf formulierte Zubaudeckel mit 100 MW pro Jahr nur für Neuanlagen gelten darf. Zusätzlich müsse ein Pfad für die Leistung aus Bestandsanlagen im EEG festgeschrieben werden, die sich nach dem Ende des ersten Vergütungszeitraums des EEGs per Ausschreibungen um eine Anschlussregelung bewerben möchten. (SB)
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