Erneuerbare Energien

Verbände in Sorge um Energiewende


Besonders für die Bioenergie gehe es mit der Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) ums Überleben, heißt es in einer Mitteilung des Fachverbandes Bioenergie. Der Zubau von Anlagen sei wegen gesetzlicher Restriktionen seit 2014 praktisch zum Stillstand gekommen. Im neuen EEG müssten nach Auffassung der Bioenergieverbände und des Deutschen Bauernverbandes (DBV) verlässliche Anschlussregelungen für alle Bioenergietechnologien sofort eingeführt werden. Flexible Bioenergieanlagen seien zum Ausgleich der schwankenden Stromproduktion aus Wind- und Solarenergieanlagen unverzichtbar, appellieren die Verbände an das Bundeswirtschaftsministerium.

Doch auch die Hersteller von Windenergie- und Solaranlagen befürchten durch das neue EEG massive Einschnitte für den weiteren Ausbau dieser Formen der Energiegewinnung. Bisher bestehe noch weitgehend Unklarheit über die im Referentenentwurf für das EEG beschriebenen Ausschreibungsverfahren. Es sei zu befürchten, dass viele Standorte durch die Ausschreibungsverfahren in ihrer Attraktivität für eine wirtschaftliche Nutzung beeinträchtigt werden könnten.

Die unter dem Dach des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE) zusammengeschlossenen Verbände kündigen für den 2. Juni 2016 eine weitere Großdemonstration in Berlin an. Das Motto lautet: „Energiewende retten! EEG verteidigen". (jst)
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