BBV

Verband fordert politische Unterstützung


Zwar gibt es  viele Lippenbekenntnisse für die bäuerlichen Familienbetriebe, doch  vermisst der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), Walter Heidl, Lösungen. Stattdessen lasse sich die Regierungskoalition durch diese gezielte Meinungsmache in einen planlosen Aktionismus treiben, immer neue Themen aus der Land- und Forstwirtschaft würden auf die Tagesordnung gesetzt – ohne jedoch in substanziellen Fragen sachorientierte Antworten zu liefern. In einer  Erklärung forderten  140 Kreisbäuerinnen und Kreisobmänner des BBV in Herrsching deshalb von den bayerischen Politikern in Brüssel, Berlin und München, Position zu beziehen und sich zu praxistauglichen Rahmenbedingungen für die bäuerlichen Betriebe zu bekennen. Die Liste politischer Baustellen ist lang, die Themenpalette reicht von der Erbschaftsteuer über die Veröffentlichung der Empfänger von EU-Agrargeldern, die Diskussion zur Tierhaltung, die neuen Regelungen zur Düngung und zur Güllelagerung bis hin zur Energiewende. „Die Bäuerinnen und Bauern erwarten von der Bayerischen Staatsregierung und der Bundesregierung eine klare Positionierung, sodass am Ende die Praxistauglichkeit und Leistbarkeit für bäuerliche Familienbetriebe gewährleistet sind", so der BBV.

Ein Beispiel für Handlungsbedarf sei die Debatte um die Düngeverordnung: „Viele der geplanten Änderungen sind nicht zu Ende gedacht oder gar kontraproduktiv für den Gewässerschutz“, sagte Heidl. Mehr als zwei Jahre werde bereits diskutiert. Doch nach wie vor seien zahlreiche Fragen ungelöst, ein unausgegorenes Regelwerk drohe die Kreislaufwirtschaft auf vielen bayerischen Bauernhöfen auszuhebeln. (HH)
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