DBV-Veredelungstag

Verbraucher soll für Tierwohl zahlen

Die Schweinehalter in Deutschland sind bereit, in der Tierhaltung und beim Umweltschutz weitere Verbesserungen zu erzielen, pochen aber darauf, dass diese Mehrleistungen honoriert werden. Zahlen sollen in erster Linie die Verbraucher. "Veränderungen zu mehr Tierwohl müssen sich in einem höheren Preis widerspiegeln", erklärte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) Joachim Rukwied heute beim Veredelungstag in Osnabrück. Keinesfalls dürften zu diesem Zweck Direktzahlungen umgeschichtet werden, denn in diesem Fall würden die Landwirte die Kosten selbst tragen.

Initiative Tierwohl weiter gesichert

DBV-Vizepräsident Johannes Röring lehnte es ab, das Tierwohl dauerhaft durch Steuergelder zu finanzieren. "Ich will mich nicht auf den Staat verlassen", stellte der Westfale klar. Er zeigte sich erfreut darüber, dass die Initiative Tierwohl (ITW) für drei weitere Jahre gesichert werden konnte. Als einen wichtigen Punkt in der nationalen Nutztierstrategie sieht Röring die vorherige Folgeabschätzung. Wenn sich dabei zeige, "es geht nicht, dann müssen wir den Prozess überdenken", forderte Röring.

Kurzfristig seien Veränderungen im Baurecht notwendig, damit Tierhalter Maßnahmen für mehr Tierschutz zügig umsetzten können. Bei Veränderungen im Ordnungsrecht müsse den Landwirten ausreichend Zeit gegeben werden, diese umzusetzen. (SB)
stats