Frankreich

Verdacht auf Preisabsprachen


Der französische Landwirtschaftsminister Stephane Le Foll hatte im vergangenen Sommer zum Runden Tisch geladen, um nach einem Ausweg aus der Krise auf dem Milchmarkt zu finden oder etwas gegen die fallenden Preise für Schweinefleisch zu unternehmen. Jetzt gingen bei der EU-Kommission Klagen ein, dass es damals zu Preisabsprachen zwischen den Branchenverbänden kam.

Geladen waren Organisationen der Landwirte, der Verarbeiter und des Lebensmittelhandels. Die beteiligten Verbände sollen nun bis Mitte Februar der EU-Wettbewerbsbehörde Auskunft über die Verhandlungen am Runden Tisch geben. Dann muss die EU-Kommission entscheiden, ob sie ein Verfahren wegen Verstoß gegen EU-Wettbewerbsrecht einleitet. Das Ministerium in Paris steht nicht unter Verdacht.

Der französische Bauernverband (FNSEA) wehrt sich gegen die Vorwürfe. Man habe lediglich klargestellt, wie kostendeckende Preise aussehen müssten, erklärte FNSEA-Vizepräsident Henri Brichart. Das sei aber noch keine Absprache. Spötter bemerken bereits, an mögliche Preisabsprachen habe sich ohnehin keiner gehalten. (Mö)  
stats