Causa Schulze-Föcking

Verfahren eingestellt

Die von Tierschützern gemachten Aufnahmen, die im Juli in der Sendung Stern TV ausgestahlt wurden, zeigten zwar verletzte Tiere. Der Geschäftsführer habe diese Verletzungen aber nicht vorsätzlich herbeigeführt oder gar ignoriert. Vielmehr habe er alles aus seiner Sicht Mögliche getan, um die verletzten und erkrankten Tiere zu versorgen, heißt es in der gestern veröffentlichten Erklärung der Staatsanwaltschaft Münster.

Die in der Strafanzeige der „Albert Schweizer Stiftung für unsere Mitwelt“ vom Juli 2017 und in den Videosequenzen der Organisation „tierretter.de“ erhobenen Vorwürfe hat die Statsanwaltschaft allein auf strafrechtliche Relevanz überprüft. Hierzu wertete sie sämtliche Videoaufnahmen und die Unterlagen des Kreisveterinäramtes Steinfurt aus.

Keine strafrechtliche Bedeutung

Die Mängel bei den Haltungsbedingungen wie zu wenig Tageslicht, erhöhter Ammoniakgehalt in der Luft, fehlendes Trinkwasser, unzureichende Sauberkeit der Stallungen oder Ausgestaltung der Krankenbuchten seien nicht von strafrechtlicher Bedeutung. Es lasse sich nicht feststellen, dass die Tiere deswegen länger anhaltenden Schmerzen oder Leiden ausgesetzt waren, argumentiert die Staatsanwaltschaft.

Bereits Ende Juli hatte die Justiz in Münster die Ermittlungen gegen Christina Schulze Föcking eingestellt. Sie sei zum Zeitpunkt, als die Videoaufnahmen gemacht wurden, nicht für die Tierhaltung verantwortlich gewesen, so die Argumentation. (mrs)
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