Russland

Verhaltene Reaktionen auf Embargo


Mit einer Aufhebung der Importbeschränkungen nach Auslaufen des bestehenden Embargos war praktisch nicht zu rechnen, heißt es aus Kreisen der Agrarexporteure in Deutschland. Die jetzt ausgesprochene Verlängerung um ein Jahr sei als Reaktion auf die von der EU-27 verlängerten Sanktionen gegen Russland erwartet worden. Dennoch sei die Situation sehr bedauerlich, da nun auch die bis jetzt existierende - wenn auch nur geringe - Hoffnung auf Normalisierung der Beziehungen zunichte gemacht sei, so ein Sprecher der Deutschen Exportorganisation für Agrargüter (Gefa), Berlin. 

Sorge bereitet den Exporteuren die mögliche und angekündigte Erweiterung der Liste vom Embargo betroffener Güter. Diese liegt nach Informationen von agrarzeitung.de  der Deutschen Botschaft in Moskau bisher noch nicht vor. Eine ursprünglich für heute vorgesehene Stellungnahme des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (OA) ist kurzfristig auf den morgigen Freitag verschoben worden. Allgemein macht sich in der deutschen Wirtschaft die Stimmung breit, dass sich die gestörten Handelsbeziehungen mit Russland verstetigen könnten. Um so dringlicher sei es daher auch für die deutschen Exporteure von Agrar- und Ernährungsgütern, alternative Märkte zu entwickeln, so der Sprecher der Gefa, Dr. Franz Georg von Busse, gegenüber agrarzeitung.de. Auf diesem Weg sei aber in der zurückliegenden Zeit bereits viel erreciht worden, zeigt er sich zuversichtlich. (jst) 
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