Freihandelsabkommen Mexiko

Verhandlungen werden intensiver

„Gegenwärtig beobachten wir mit Sorge eine weltweite Zunahme protektionistischer Politikmaßnahmen", erklärte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström. Die EU-Kommission will sich diesem Trend widersetzen und vereinbarte mit dem mexikanischen Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo Verhandlungsrunden vom 3. bis 7. April und vom 26. bis 29. Juni. Zudem wollen Malmström und Guajardo zwischen den beiden Verhandlungsrunden zu einem Treffen in Mexiko City zusammenkommen und Bilanz ziehen.

Das geltende Freihandelsabkommen aus dem Jahr 2000 bedarf der Überarbeitung. In der EU sind seitdem 13 neue Mitgliedstaaten hinzugekommen. Zwischen 2005 und 2015 haben sich die jährlichen Warenströme zwischen der EU und Mexiko von 26 auf 53 Mrd. € mehr als verdoppelt.

Im vergangenen Jahr haben EU und Mexiko daher ihre Verhandlungen begonnen, wie das Freihandelsabkommen aktualisiert werden soll. Unter anderem sollen die sanitären- und phytosanitären Regeln (sps) überprüft werden. Dazu gehören der Umgang mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln und die Handelsbeschränken bei Seuchen in einzelnen Teilen der EU. (Mö)
stats