Biofach

Verlässliche Subventionen gefordert


Die Ökoprämie, die aus der Gemeinschaftsaufgabe Küstenschutz im Agrarhaushalt finanziert wird, soll flächendeckend auf den Höchstsatz von 273 €/ha angehoben werden. Das fordert der Verband Bioland heute im Vorfeld der Messe Biofach in Nürnberg. Aktuell zahlen die Bundesländer sehr unterschiedliche Prämien, stellt der Verband weiter fest. So würden ökologisch wirtschaftende Erzeuger in Bayern den Höchstsatz von 273 €/ha beziehen, während im Durchschnitt der Bundesländer 220 €/ha gewährt würden.

„Der Verbraucher will heimisches Bio und genau dafür müssen die politischen Weichen noch beherzter gestellt werden“, fordert Bioland-Präsident Jens Plagge. So würde die wachsende Nachfrage nach mehr Bio-Lebensmitteln „im Gegensatz zum Wunsch der Verbraucher nach regionalen Lebensmitteln“ über mehr Importe gedeckt, beklagt der Verbandschef.

Ein weiterer Grund für den Mangel an Ökolandwirten liegt laut Bioland auch in der Flächenkonkurrenz: Im Wettbewerb um Pachtflächen würden Biobetriebe „oft den Kürzeren gegenüber Maismonokulturen oder industrialisierten Tierhaltern ziehen“, so Plagge weiter. Der Verband fordert denn auch eine Biomasse- und Energiepolitik, die die Flächenkonkurrenz zwischen Lebens- und Futtermittelproduktion und nachwachsenden Rohstoffen vom Acker entschärft. (pio)
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