GV-Siegel für Fleisch

Vermarktung soll einfacher werden

Für Rinderhalter, die ihre Schlachttiere nach Anforderungen des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) produzieren und vermarkten wollen, soll es künftig ein einheitliches, praxisgerechtes Vorgehen zur Zertifizierung geben, so der VdAW auf seiner Mitgliederversammlung heute.

Der Verband rechnet mit weiteren Impulsen aus dem Lebensmittelhandel nach GV-frei erzeugtem Rindfleisch. Um Rinderhaltern, die bereits über ihre Molkereien nach dem GV-frei Status Milch produzieren, einfach und kostengünstig auch den Status für ihre Schlachttiere zu ermöglichen, setzt sich der VdAW in Baden-Württemberg für eine zentrale, neutrale Bündlerstruktur sowie einen einheitlichen Datenaustausch zwischen den Zertifizierungstellen aus dem Milch- und dem Fleischbereich ein.

Prädestiniert hierfür wäre aus Sicht des Verbandes als Schnittstelle und neutraler Bündler die Landwirtschaftliche Qualitätssicherung Baden-Württemberg GmbH (QSBW). Nachdem bereits alle größeren süddeutschen Schlachtbetriebe an die "Qualifood-Datenbank" angeschlossen seien, sollte auch das „ohne Gentechnik“-Siegel des VLOG gegebenenfalls in Kombination mit dem Qualitätszeichen Baden-Württemberg QZBW über diese zentrale Datenbank verwaltet werden, schlägt der Verband in einer Mitteilung vor. So könnten bei jeder Schlachtung die von VLOG geforderten Parameter automatisch mit abgeprüft werden. (mrs)
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