Saatgutwirtschaft

Vermehrer für wirksamen Pflanzenschutz

Die Pflanzenschutzmittelzulassung und Wirkstoffprüfung in Deutschland und der EU waren Themen bei einer Fachtagung für Futterpflanzen- und Zwischenfruchtsaatgut in Fulda. „Die Produktion von hochwertigem Futterpflanzensaatgut benötigt angepasste Pflanzenschutzlösungen“, sagte Johannes Peter Angenendt, Vorsitzender der Abteilung Futterpflanzen im Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) mit Blick auf die immer restriktiveren Zulassungsverfahren. Er unterstrich die positiven Umweltwirkungen der Futterpflanzensaatgutproduktion und forderte eine Kohärenz in den politischen Entscheidungen: „Man kann nicht auf der einen Seite breitere Fruchtfolgen fordern und auf der anderen Seite die Landwirte daran hindern, ihre Bestände zu schützen und zu ernähren.“

In einer Podiumsdiskussion setzten sich Vertreter der Pflanzenzüchter, der Saatgutvermehrer und der Saatgutanerkennungsstellen mit den spezifischen Fragen der Futterpflanzensaatgutproduktion auseinander. Ohne wirksamen Pflanzenschutz werde man die Futterpflanzensaatgutproduktion nicht in Deutschland halten können, befürchteten die Experten. Für eine Versorgung der Landwirte mit hochwertigem Saatgut in Deutschland geprüfter und empfohlener Sorten spiele die regionale Erzeugung jedoch eine außerordentlich wichtige Rolle. Die Verbände der Saatgutwirtschaft wollen sich deshalb gemeinsam mit den Pflanzenschutzmittelherstellern für die Zulassung von geeigneten Mitteln für die Futterpflanzensaatgutproduktion einsetzen. (az)
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