Der Anteil der Bürger, die ihr Vertrauen in die Europäische Union äußern, nimmt zu.  Nach den Ergebnissen einer Eurobaromter-Umfrage waren es im November 39 Prozent der Befragten gegenüber 35 Prozent im Juni. Allein in Deutschland fühlen sich 74 Prozent als Bürger Europas.

Mit sechs von zehn Europäern ist der Großteil überzeugt, dass sich die wirtschaftliche Lage nicht verschlechtern wird. Der überwiegende Teil ist dem Euro gegenüber unverändert positiv eingestellt: 56 Prozent der Befragten aus der Union und 67 Prozent der Befragten aus dem Euro-Raum stimmen der einheitlichen Währung weiterhin zu. In einigen Mitgliedstaaten hat die Zustimmung sogar zugenommen. Am auffälligsten legten Litauen und Lettland zu. Für Litauen, das zum 1. Januar als 19. Mitglied dem Euro-Raum beigetreten ist, bedeutet das ein Plus von 13 Prozentpunkten auf 63 Prozent. Lettland kam auf 74 Prozent, ein Plus von 6 Prozentpunkten.

Interessant ist das Ergebnis der mehrheitlichen Zustimmung der Europäer für ein transatlantisches Freihandelsabkommen. Ausnahmen bilden lediglich Österreich, Luxemburg und Deutschland. Wobei das Ergebnis in Deutschland knapp ausfällt. 39 Prozent sprechen sich dafür, und 41 Prozent dagegen aus.

Weitgehend stehen die EU-Bürger hinter den politischen Leitlinien der neuen EU-Kommission. Beispielsweise wollen über 60 Prozent der Befragten Investitionen des Privatsektors mit öffentlichen Geldern auf EU-Ebene fördern. Sogar 73 Prozent befürworten eine gemeinsame Energiepoltitk und 71 Prozent sprechen sich für eine gemeinsame Migrationspolitik aus. Ein geringerer Teil von nur 52 Prozent heißt die Einwanderung  von Menschen aus anderen EU-Mitgliedstaaten willkommen.

Die Eurobarometer-Umfrage wurde im November in Direktbefragungen durchgeführt. Insgesamt wurden über 32.000 Personen in allen EU-Mitgliedstaaten sowie den Kandidatenländern befragt. (has)
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