Zukunftsdialog Agrar & Ernährung

Verzerrten Bildern auf der Spur

Das zeigen Studien des Thünen-Instituts. Erste Zwischenergebnisse aus einem umfangreichen Projekt präsentierte Dr. Inken Christoph-Schulz am Vorabend des diesjährigen "Zukunftsdialogs Agrar & Ernährung 2017" im Politbüro in Berlin. 



Im Rahmen des mehrjährigen Projekts "SocialLab" ermitteln verschiedene wissenschaftliche Einrichtungen die Wahrnehmung der Landwirtschaft in der Gesellschaft. Ziel sei es, die bestimmenden Faktoren für die häufig verzerrten Meinung der Öffentlichkeit zu bestimmen und in nächsten Schritten zu korrigieren, so Christoph-Schulz.

Auf der Seite der Verbraucher gebe es erhebliches Unwissen bei gleichzeitig festgefügten Ansichten, so ein Ergebnis der Studie. Im Fall der Tierhaltung würde auch häufig sehr "menschliche" Eindrücke und Forderungen angelegt. So stehe das Thema Platzmangel für die Schweinehaltung an oberster Stelle der von Verbrauchern geäußerten Kritik. Auch gelte nach wie vor die Vorstellung von "Klein= Gut" und "Groß=Schlecht". 

Verbraucher geben nicht selbst gewonnene Eindrücke wieder

Die Haltung von Rindern werde dagegen weniger kritisch beurteilt. Doch auch gebe es Ansichten, dass sowohl Fleisch- als auch Milchrinder zwar in großen Ställen, darin jedoch in zu engen Boxen leben müssten. All dies zeige, dass Verbraucher offenbar Einrücke wiedergeben, die sie selbst nicht gewonnen haben, sondern die ihnen auf verschiedenen medialen Wegen vermittelt worden seien. Dem Fernsehen komme dabei nach bisherigen Erkenntnissen eine herausragende Rolle zu. (jst)
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