Ringelschwanzprämie

Viele Bewerbungen in Niedersachsen


Insgesamt haben sich im Juli 242 Betriebe um eine Teilnahme am Programm beworben. Sie stehen für 120.000 Mastplätze und 560.000 Legehennen, stellte die Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen in einer ersten Auswertung fest. Angesichts dieser Zahlen werde das vom Landwirtschaftsministerium bereitgestellte Budget ausreichen.

Bewilligt sind 2 Mio. € für Schweine und 1,5 Mio. € für Legehennen. Bei den Antragstellern in der Schweinemast überwiegen laut LWK die Biobetriebe. Das überrascht nicht, denn in den Bio-Haltungen ist das Kürzen der Schwänze ohnehin verboten. Zum Teil haben sich die Tierhalter mit ihren gesamten Beständen angemeldet, einige auch nur mit einzelnen Abteilen oder Buchten. Zu den Haltungsformen der Legehennenbetriebe liegen der LWK noch keine Informationen vor.

116 Betriebe stellten Anträge für die Ringelschwanzprämie.133 Legehennenhalter wollen auf das Kürzen der Schnäbel verzichten. Sieben Betriebe planen bei beiden Programmen mitzumachen. Die Betriebe erhalten für jedes Schwein, das bei der Schlachtung einen intakten Schwanz hat, eine Prämie von 16,50 €, wenn mindestens 70 Prozent der Tiere zu jeder Zeit einen intakten Schwanz besitzen.

Für jede Legehenne mit einem ungekürzten Schnabel erhalten die Landwirte 1,70 €. Die Prämie ist auf maximal 1.000 Mastschweine je Durchgang und 6.000 Legehennen begrenzt. Gefördert werden die teilnehmenden Betriebe ab dem 1. Dezember 2015 für ein Jahr. (SB)
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