Milchmarkt

Viele wollen weniger melken

Knapp zehn Tage konnten sich Milcherzeuger an der 1. Runde des EU-Milchmengenreduzierungsprogramms beteiligen. Für jeden Liter Milch, den sie in der Zeit von Oktober bis Dezember gegenüber dem Vorjahr weniger erzeugen, erhalten sie eine Beihilfe von 14 Cent je tatsächlich reduziertem Kilogramm Milch. Die Auszahlung soll im März erfolgen Als erstes Bundesland meldet Sachsen heute vormittag eine Antragsmenge von 14.860 t. 172Milcherzeuger haben sich gemeldet. Das sind circa 1,5 Prozent der zur Reduktion ermittelten Milchmenge von rund 1 Mio. t. Dafür stellt die EU zur Auszahlung der Beihilfe 150 Mio. € zur Verfügung. In Sachsen sind es rund 0,9 Prozent der im Jahr 2015 von sächsischen Milcherzeugern gelieferten Rohmilchmenge.

„Die Resonanz ist höher als erwartet“, sagte Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU). In den kommenden Wochen werden die Antragsteller nach Prüfung der Beihilfeanträge von der zuständigen Landesbehörde, informiert, ob ihr Antrag zugelassen ist. Dann müssen die Landwirte noch einen  Zahlungsantrag nach dem entsprechenden Reduktionszeitraum stellen. In Brandenburg liegen nach Informationen von agrarzeitung.de die ersten Zahlen vor. Demnach würden in der 1. Runde  149 Betriebe rund 21.000 t Milch im 4. Quartal verringern wollen.

Auch in Österreich ist das Interesse an dem Unterstützungsprogramm groß. Insgesamt sind im ersten Antragszeitraum für die Reduktionsbeihilfen bei der AMA rund 4.000 Anträge für eine geplante Reduktionsmenge von rund 26.500 t in Österreich eingegangen. Damit beteiligten sich in der ersten Phase rund 15 Prozent der Milchbetriebe an den Reduktionsmaßnahmen, teilt das Ministerium in Wien mit. (da)
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