Erdbeobachtung

Vierter Satellit im All


Der 2,3 t schwere Sentinel-Satellit tastet rund um die Uhr aus etwa 700 Km Höhe mit einem Radargerät die Erdoberfläche ab. Benötigt werden diese Informationen, um bei Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Erdbeben ein schnelles Bild über das Ausmaß der Ereignisse zu erhalten und entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können. Der Satellit soll außerdem vor Eisbergen und Ölteppichen warnen sowie der Schifffahrt Daten über Wind, Wellen und Strömung bereitstellen.

Sentinel-1B ergänzt den baugleichen Kollegen Sentinel-1A, der seit April 2014 um die Erde kreist. "Die beiden Satelliten, die unsere Erde um 180 Grad versetzt umkreisen, werden die Erfassung von Daten und deren Bereitstellung für Dienste deutlich verbessern und markieren somit einen Wendepunkt in unserem bisherigen Umweltmanagement", sagte Esa-Generaldirektor Jan Wörner. Der neue Beobachter ergänzt darüber hinaus den Satelliten Sentinel-2A, der im Juni 2015 gestartet ist und vor allem die Vegetation der Erde im Blick hat, sowie Sentinel-3A, der seit Februar dieses Jahres sendet, und Umweltdaten über den Zustand der Ozeane liefert.

Alle sechs Tage wird die Erde nun neu vermessen sein. Die Daten können Behörden, Unternehmen, Institutionen, Umweltämter, aber auch Privatleute nutzen. (kbo)
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