Vogelgrippe

Virus blieb im Putenstall

Die Proben im Sperr- und Beobachtungsgebiet um den von der Geflügelpest betroffenen Putenmastbetrieb im Landkreis Cloppenburg waren alle negativ. „Es gibt keine weiteren Vogelgrippe-Fälle“, teilte das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) am Dienstag mit.

Das Lebensmittel- und Veterinärinstitut des Laves hat seit Ausbruch der Geflügelpest Anfang November in Schleswig-Holstein knapp 2.000 Proben untersucht. Hinzu kommen Probeuntersuchungen des seit etwa zehn Jahren betriebenen Haus- und Wildvogelmonitorings. Bei diesen jährlichen Früherkennungsprogrammen sind im Laves für 2016 bisher insgesamt mehr als 3.400 Untersuchungen durchgeführt worden. Die Geflügelpest H5N8 wurde bislang in Niedersachsen mehrfach festgestellt: Betroffen waren ein Mastputenbestand im Landkreis Cloppenburg, zwei Wildvögel im Landkreis Peine sowie ein Wildvogel in der Region Hannover.

Für das Wildvogelmonitoring seien bislang mehr als 1.050 Tiere beprobt worden, davon allein im November etwa 330, so das Laves. Im jährlichen Durchschnitt untersucht das Laves rund 750 Wildvögel. „Wir haben die Anzahl der Beprobungen und die Schutzvorkehrungen zur Eindämmung der hochpathogenen Vogelgrippe ausgeweitet. Ich appelliere nochmals an alle Geflügelhalter, die vorgeschriebenen Hygienevorschriften strikt einzuhalten“, sagte Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) am Dienstag bei einem Besuch des Laves in Oldenburg. (SB)
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