Milchkrise

Vogel fordert höhere Interventionspreise


Agrarminister Thomas Schmidt, Erntekönigin Anja und Sachsens Bauernpräsident Wolfgang Schmidt heute vor Journalisten in Doberschütz/Nordsachsen.
-- , Foto: Giorgia Massimi
Agrarminister Thomas Schmidt, Erntekönigin Anja und Sachsens Bauernpräsident Wolfgang Schmidt heute vor Journalisten in Doberschütz/Nordsachsen.

Die Not in Milchbetrieben in Sachsen und anderen ostdeutschen Bundesländern ist groß. Fast monatlich sinken die Grundpreise für Milch, die die Molkereien an die Milcherzeuger bezahlen. Mit 25,5 Cent/Liter können die Betriebe nicht mehr kostendeckend arbeiten, sagte Wolfgang Vogel, Bauernpräsident in Sachsen in Doberschütz/Nordsachsen.

„35 Cent je Kilogramm sind zur Kostendeckung der Betriebe erforderlich, forderte der Bauernpräsident und verweist auf die große Summen, die Erzeuger in die Modernisierung ihrer Ställe investiert haben.

Der Interventionspreis für Milch müsse nach sieben Jahren wieder entsprechend der Kostensituation angehoben werden. Umgerechnet auf Milch ergibt sich aus den Interventionspreisen für Magermilchpulver und Butter ein unteres Preislimit in Höhe von 21 Cent/t. Diesen hält Vogel zu niedrig und schlägt rund 25 bis 26 Cent/kg vor. Eine Entscheidung darüber müsse die EU-Kommission fällen.

Landwirt Vogel appelliert an die Politik, sich weiter um Verhandlungen über Exporte nach Russland und China zu bemühen. Eindringlich ermahnte er seine Berufskollegen zu mehr Eigeninitative in den Verhandlungen mit den Molkereien und dem Lebensmitteleinzelhandel um höhere Milchpreise. (da)
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