Energiewende

Vorfahrt für Erdkabel


Neue Stromautobahnen wie SuedLink oder die Gleichstrompassage Süd-Ost sollen künftig vorrangig unterirdisch verlaufen. Darauf einigte sich das Bundeskabinett und hofft dadurch, die gesellschaftliche Akzeptanz für die weitere Umsetzung der Energiewende zu erhöhen. Der Beschluss stelle „die Weichen für einen schnelleren und in der Bevölkerung akzeptierten Netzausbau“, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD).

Laut Beschluss sollen neue Überlandleitungen künftig in Wohngebieten verboten sein. Allenfalls aus Naturschutzgründen können Ausnahmen gemacht werden oder wenn bereits bestehende Stromleitungen ohne negative Auswirkungen auf die Umwelt genutzt werden können. In dem Kabinettsbeschluss wird auch ein neuer Start- und Endpunkt der Gleichstrompassage Süd-Ost vorgeschlagen: Beginnen soll die Trasse in Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt, enden soll sie an dem Netzknotenpunkt Isar bei Landshut.

Der Beschluss wird nun im Deutschen Bundestag beraten. Die Beratungen sollen möglichst im Herbst abgeschlossen werden, damit die Trassenplanungen zügig begonnen werden können, teilt das Bundeswirtschaftsministerium weiter mit. (pio)
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