BVVG-Flächen

Vorrang für Landwirte


Mit großer Mehrheit hat der brandenburgische Landtag heute einen Entschließungsantrag der rot-roten Regierungsfraktion zum Thema „Bodenspekulation begrenzen und regionale Landwirtschaft fördern“ angenommen.

Ziel des Antrags ist, ortsansässige Landwirte beim Verkauf oder bei Verpachtung von Flächen der Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft (BVVG) künftig besser zu berücksichtigen. So soll der Spekulation mit Agrarflächen durch Kapitalanleger Einhalt geboten werden.

Entsprechende Änderungen der Kriterien bei der Privatisierung der BVVG-Flächen will die Landesregierung nun beim Bund durchsetzen. Nach Angabe der brandenburgischen Regierungskoaltion aus SPD und Linke, stehen in dem Bundesland noch etwa 60.000 ha BVVG-Flächen zur Privatisierung an.

Die Preise für landwirtschaftliche Flächen hätten sich zwischen 2005 und 2012 fast verdreifacht, halten die Antragssteller fest. Denn in Zeiten niedriger Zinsen habe landwirtschaftlicher Boden für Kapitalanleger an Attraktivität gewonnen. Gleichzeitig erschwere das niedrige Preisniveau für viele landwirtschaftliche Erzeugnisse es Landwirten, wirtschaftlich zu produzieren. Bei den aktuellen Bodenpreisen sei es für die Erzeuger zunehmend schwieriger, Agrarland zu erwerben. (pio)
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