Rheinland-Pfalz

Vorrangflächen als Futter nutzen

„Die Freigabe der Flächen soll die schwierige Situation für die tierhaltenden Betriebe etwas abmildern“, begründet Landwirtschaftsminister Volker Wissing die Freigabe. Ein Großteil der rund 13.000 ha Ackerbrachen in Rheinland-Pfalz sei aktiv begrünt und biete somit eine gute Möglichkeit, die bestehenden Futterengpässe zumindest teilweise auszugleichen, sagte Wissing.

Landwirte, die im Rahmen der Beantragung von Direktzahlungen zur Bereitstellung von ökologischen Vorrangflächen im Rahmen des Greening verpflichtet sind, dürfen ab 1. Juli brachliegende Ackerflächen und Feldränder mähen oder durch Tiere beweiden lassen. Die anhaltende Trockenheit in den letzten Monaten hat zu Futterknappheit in den Betrieben geführt.

Zudem hat der Minister die Landwirtschaftliche Rentenbank gebeten, das Programm zur Liquiditätssicherung  zu ergänzen. Damit könnten Betriebe, die aufgrund der Trockenheit starke Umsatzeinbußen oder zusätzliche Kosten für Futter zu verkraften haben, das zinsgünstige Darlehensangebot der Rentenbank nutzen. Im Programm zur Liquiditätssicherung werden Ratendarlehen mit einer Laufzeit von 4, 6 oder 10 Jahren angeboten. Zudem hat sich der Landwirtschaftsminister beim Finanzministerium für steuerliche Erleichterungen wie die Anpassung der Vorauszahlungen oder Stundungen eingesetzt. (da)
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