NRW-Landesentwicklungsplan

WLV gegen Ställe in Gewerbegebieten

Für die Landwirte im Westen ist der Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen „in zentralen Punkten nicht akzeptabel“. Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) machte seinen Unmut über den zur Genehmigung anstehenden Plan in einem Schreiben an SPD-Fraktionschef Norbert Römer Luft. Nach Ansicht des WLV würde eine Umsetzung der gegenwärtigen Planungen Neu- und Erweiterungsbauten für gewerbliche Tierhalter wie auch für Betreiber von Biogasanlagen faktisch unmöglich machen.

„Wir fordern die NRW-Landesregierung auf, bei der anstehenden Neuregelung Augenmaß zu zeigen und unseren Tierhaltern eine Perspektive zu erhalten. Eine Bauleitplanung, die gewerbliche Schweine- und Geflügelhaltung in Gewerbegebiete verlagern will, zielt letztlich darauf ab, solche Ställe ganz zu verhindern. Dafür sorgen schon allein unsere strengen Auflagen im Immissionsschutz“, sagte WLV-Präsident Johannes Röring am Montag in Münster.

Der zur Entscheidung anstehende Entwurf des NRW-Landesentwicklungsplans sieht vor, nur noch solche baulichen Änderungen von Ställen oder Biogasanlagen auf Bauernhöfen zu erlauben, die der „Aufrechterhaltung“ des Betriebes dienen. Eine Möglichkeit für gewerbliche Tierhaltungsanlagen, ihre Tierzahlen aufzustocken, soll es künftig nicht mehr geben, es sei denn, sie werden in Gewerbegebieten umgesetzt. „Das ist eine absurde Vorstellung“, so Röring. (SB)
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