Es habe in den vergangenen Monaten einen verstärkten Austausch zwischen den WTO-Mitgliedstaaten gegeben, bemüht sich Azevedo um positive Nachrichten. Nach der Sommerpause müsse wieder auf Grundlage konkreter Texte verhandelt werden, forderte der brasilianische Chef der Welthandelsorganisation in Genf. Möglicherweise könnte der 11. WTO-Ministerkonferenz im Jahr 2017 zu einem neuen Zielpunkt der Doha Runde werden. Die Entwicklungsländer sollen im Fokus bleiben, erklärte der Generaldirektor. Zudem sollten kleine und mittlere Unternehmen von einem weltweiten Handelsabkommen unbedingt profitieren, weil sie der wahre Jobmotor der Wirtschaft seien.

Derweil ist von den WTO-Mitgliedstaaten wenig Zuversichtliches für einen Abschluss der Doha Runde zu hören. Indien beharrt auf einem Protektionismus, um die ärmeren Länder in der Welt zu schützen. In den USA droht der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump mit einem Austritt aus der WTO. Trump will die Verlagerung von US-amerikanischen Unternehmen ins Ausland verhindern. Sollte sich die WTO dagegen wehren, will Trump die Organisation nach seinen Aussagen im Wahlkampf verlassen. (Mö) 
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