Argentinien

WTO verurteilt Einfuhrbeschränkungen


Das Schiedsgericht der WTO bestätigt eine Klage der EU, der USA und Japans gegen Argentinien. Die Berufungsinstanz schloss sich einem Urteil vom August 2014 an, nach dem die Einfuhrbeschränkungen der Südamerikaner nicht mit internationalem Handelsrecht zu vereinbaren sind.
 
Argentinien kontrolliert und beschränkt seine Einfuhren, um seine Wirtschaft weniger dem internationalen Wettbewerb auszusetzen. Zudem verlangt das Land von den Importeuren, im Austausch argentinische Waren entgegenzunehmen. Nachrichten über den Tausch von Porschefahrzeugen gegen Wein und Olivenöl hatten die Runde gemacht.

Trotz der erneuten Verurteilung von der WTO will Argentinien an seiner Praxis festhalten. Es gebe keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Wirtschaft, betonte der argentinische Handelsminister Augusto Costa. In Argentinien gibt es Inflationsraten von über 20 Prozent. Im Herbst stehen dort Präsidentschaftswahlen an. (Mö)  
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