Zuckerwirtschaft

WVZ besorgt um das Zuckerimage

Vielen Argumenten fehle die wissenschaftliche Basis, beklagt die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WVZ). „Da geistern regelrechte Zuckermythen durch die öffentliche Debatte. Zucker ist nicht gesundheitsgefährdend, sondern als Lebensmittel Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung“, so WVZ-Hauptgeschäftsführer Günter Tissen heute in Bonn.

Sieben Fakten zu Zucker und Ernährung

Zur Versachlichung der Debatte verweist die WVZ auf sieben Fakten zu Zucker und Ernährung. Als erstes wird dort angeführt, dass die Kalorienbilanz entscheidend sei. Wer mehr Kalorien aufnehme als er verbrauche, nehme zu - ganz gleich, woher diese Kalorien stammten. Sich bei der Diskussion um Übergewicht auf eine Zutat zu fokussieren, macht für die Vertreter der deutschen Zuckerindustrie daher keinen Sinn.

Als zweiten Fakt nennt die WVZ, dass die Bundesbürger heute nicht mehr, sondern eher weniger Kalorien als früher aufnehmen. Doch viele Menschen bewegten sich heute weniger im Beruf oder in der Freizeit. Drittens dürften Zuckerabsatz und Zuckerverzehr nicht verwechselt werden. Zucker komme nämlich zu einem erheblichen Anteil auch im Non-Food-Bereich zum Einsatz, etwa in der Fermentationsindustrie, bei der Erzeugung von Bioethanol sowie der Herstellung chemischer Produkte. Viertens sei die Zahngesundheit der Deutschen so gut wie nie zuvor. Heute seien bereits acht von zehn zwölfjährigen Kindern vollkommen kariesfrei.

Zudem hebt die WVZ hervor, dass Zucker in der Nährwerttabelle gesondert und damit transparent ausgewiesen werde. Es gebe daher keinen versteckten Zucker. (mrs)
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