Eierproduktion

Wachstum bei Bio und Freiland

Mit dem Verbot der konventionellen Käfige im Jahr 2010 setzte sich in Deutschland die Bodenhaltung als vorherrschendes Haltungssystem durch. 2005 lebten noch mehr als 70 Prozent der Legehennen in Käfigen. Die Bodenhaltung (14,1 Prozent) und die Freilandhaltung in konventionellen und Bio-Betrieben (12,7 Prozent) machten zusammen nicht einmal ein Drittel der Gesamtproduktion aus.

Die Anteile zwischen den Systemen haben sich bis 2016 deutlich verschoben. Im vergangenen Jahr lebten 62,8 Prozent der Legehennen in Ställen mit Bodenhaltung. Der Anteil der Käfighaltung ist auf 10,1 Prozent gesunken. Dabei handelt es sich um Ställe mit modifizierten Käfigen, die für eine Übergangszeit bis maximal 2028 zugelassen sind. Deutlich zugenommen hat die Freilandhaltung mit einem Anteil von mehr als einem Viertel. 17,2 Prozent der Legehennen werden in konventionellen Freilandbetrieben gehalten und 9,9 Prozent auf Bio-Höfen. Der Anteil der Legehennen in Bodenhaltung wuchs bis zum Jahr 2013 auf einen Wert von 64,5 Prozent. Seitdem verliert diese Haltungsform an Bedeutung, während die Freiland- und Biobetriebe ihren Anteil weiter ausbauen können.

Trotz des Wachstums bei Bio- und Freilandbetrieben bleibt Deutschland auf Eierimporte angewiesen. Die deutschen Eiererzeuger konnten den inländischen Bedarf im Jahr 2016 nur zu 70,1 Prozent bedienen. Nach dem Verbot der konventionellen Käfighaltung war der Selbstversorgungsgrad im Jahr 2010 auf 57,4 Prozent gesunken. Der aktuelle Wert liegt wieder auf dem einem ähnlichen Niveau wie um die Jahrtausendwende. In den Jahren 1996 bis 2008 schwankte der Selbstversorgungsgrad zwischen 70 und 76 Prozent. (SB)
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