Am Sonntag stimmte die Mehrheit der Wähler in Österreich für die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP - allerdings mit großen Verlusten im Vergleich zum Wahlergebnis vor fünf Jahren.

Laut dem vorläufigen Endergebnis kommt die sozialdemokratische SPÖ von Kanzler Werner Faymann auf 27,1 Prozent der Stimmen und bleibt damit stärkste Partei. Die konservative Volkspartei ÖVP kommt auf 23,8 Prozent der Stimmen. Die Briefwahlstimmen müssen allerdings noch ausgezählt werden. Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) wird mit einem Stimmanteil von 21,4 Prozent drittstärkste Kraft im Nachbarland. Die Grünen erzielen 11,5 Prozent.

Zwei neu gegründete Parteien schaffen auf Anhieb den Sprung über die in Österreich gültige 4-Prozent-Hürde. Der aus Kanada zurück gekehrte Geschäftsmann Frank Stronach mit 5,8 Prozent und die neoliberale Partei Neos mit 4,8 Prozent.

Die österreichische Presse macht damit einen Rechtsruck nach den Wahlen aus. Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich sprach sich in der agrarzeitung für eine Fortführung der Politik aus und will sein Amt behalten. (hed)
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