Pflanzenkohle

Ware ist frei von Schadstoffen

Von der in diesem Sommer aus dem Verkehr gezogenen Pflanzenkohle aus Warburg geht keine Krebsgefahr aus. Die Bezirksregierung Detmold hat in einem Schreiben alle Behörde darüber informiert, dass die Kohle nun doch nicht gefährlich sei. „Das hatten wir schon die ganze Zeit gesagt und das musste auch der Bezirksregierung klar gewesen sein“, erklärt dazu Dr. Christoph Worms Rechtsanwalt der Kanzlei Brandi, die den betroffenen Unternehmer vertritt.

Bei dem Geschädigten handelt es sich um den Betreiber eine Biokraftstoffanlage aus Warburg in Nordrhein-Westfalen. Mitte August hatte die Bezirksregierung in Detmold gegenüber agrarzeitung.de erklärt, dass die Kohle „nicht ganz unproblematisch“ sei. Erste Analysen im Rahmen der Düngemittelüberwachung hätten ergeben, dass die Ware als krebserregend einzustufen sei.

Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die in Warburg hergestellte Pflanzenkohle unbelastet ist. Allerdings wurde auch bestätigt, dass eine damals vom Unternehmer zusätzlich hinzugekaufte Tranche feinerer Pflanzenkohle erhöhte Benzolwerte aufwies.

„Es wurde eine Warnung ausgesprochen und viel Schaden angerichtet, was vermeidbar gewesen wäre“, sagt Worms, der jetzt ein Verfahren gegen die Bezirksregierung im einstweiligen Rechtsschutz gewonnen hat. Die Verfügung der Bezirksregierung, die die Kohle aus der Anlage als Abfall einordnet, sei voraussichtlich rechtswidrig. Welcher wirtschaftlicher Schaden durch die behördliche Warnung entstanden ist, lässt sich nach Anwaltsangaben derzeit nicht beziffern. Das Geschäft war in der Folge massiv eingebrochen. (kbo)
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