Jetzt wirft die Regierung in Weißrussland auch dem Eigentümer des russischen Bergbauunternehmens Uralkali Machtmissbrauch vor. Gegen Sulejman Kerimow wurde laut der internationalen Presse Haftbefehl erlassen. Kerimow drohen im Falle einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Gefängnis.

Kerimow ist Großaktionär des Unternehmens Uralkali, Parlamentsmitglied und Besitzer des Fussballclubs Anschi Machatschkala in der Teilrepublik Dagestan. Er gilt als ein Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Sein Vermögen schätzt „Forbes“ auf rund sieben Mrd. US-$. Er hält mehr als 20 Prozent an dem Unternehmen Uralkali.

Vor einer Woche war Uralkali-Chef Wladislaw Baumgertner in Minsk festgenommen worden. Auch ihm wurde Machtmissbrauch vorgeworfen, weil er eine Kooperation mit dem weißrussischen Unternehmen Belaruskali aufgekündigt hatte.

Der Festnahme waren Handelseinschränkungen von russischer Seite gefolgt.
Der gesamte Markt für Kali war bei der Aufkündigung des „Kali-Kartells“ zusammengebrochen. Auch der Aktienkurs des deutschen Herstellers Kali + Salz leidet bis heute unter der Situation. (hed)
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