Wolfmanagement

Weitere Schafe gerissen

Wenn es nach der CDU in Niedersachsen geht, soll der Wolf bald bejagt werden können.
-- , Foto: Dieter Schütz/pixelio.de
Wenn es nach der CDU in Niedersachsen geht, soll der Wolf bald bejagt werden können.

Im Zusammenhang mit den Nutztierrissen im Landkreis Cuxhaven hat ein Wolfsberater nun jeweils vor Ort die Schäden dokumentiert und DNA-Proben genommen. Die amtliche Feststellung über den Verursacher erfolgt durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Außerdem hat ein Mitarbeiter des Wolfsbüros Kontakt zu den betroffenen Tierhaltern aufgenommen. 

Nutztierhalter können Zuschüsse beantragen

Die betroffenen Tiere waren nicht
Sieben-Punkte-Plan der CDU
Unter anderem sieht der Plan vor, den niedersächsischen Beitrag zum stabilen Erhalt der Wolfspopulation zahlenmäßig festzulegen. Außerdem soll der Wolf ins niedersächsische Jagdrecht aufgenommen und mindestens ein Tier aus jedem Rudel in Niedersachsen mit einem Sender versehen werden.
oder nur unzureichend durch wolfsabweisende Zäune geschützt. Der Landkreis Cuxhaven ist Teil der „Förderkulisse Herdenschutz". Nutztierhalter, die ihre Betriebe in diesen ausgewiesenen Gebieten haben, können gemäß der „Richtlinie Wolf" Zuwendungen für Präventionsmaßnahmen zum Herdenschutz beantragen. Ein wolfsabweisender Schutz sei in Gebieten mit bekannten territorialen Wölfen wichtig, um Schäden an Nutztieren zu vermeiden, rät das Wolfsbüro.

CDU fordert "Regulierung" der Wölfe

Der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann forderte derweil die rot-grüne Landesregierung auf, die Wolfspopulation in Niedersachsen auf Grundlage eines Sieben-Punkte-Plans zu regulieren. „Die Wolfspopulation in Niedersachsen umfasst derzeit gut 80 Wölfe. Experten zufolge wird sie mit einer Steigerungsrate von über 30 Prozent pro Jahr erheblich wachsen“, so Angermann. Eine Regulierung der Wolfspopulation sei zwingend erforderlich. Der niedersächsische Wolfsmanagementplan müsse umgehend überarbeitet werden. So sei ein konsequenter Umgang mit verhaltensauffälligen Wölfen wichtig, die wiederholt Menschen zu nahe kommen oder Weidetiere reißen. Aus diesem Grund werde die CDU-Fraktion einen Sieben-Punkte-Plan für einen nachhaltigen Umgang mit dem Wolf in den Landtag einbringen. (mrs)
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