Handelserleichterungen

Welthandelsorganisation in Not

Eine fristgemäße Umsetzung der erleichterten Zollabwicklung bis Ende Juli 2014 ist durch das Veto von Indien in Gefahr. Indien beharrt auf subventionierten staatlichen Aufkäufen von Nahrungsmitteln. Dies wurde Indien ebenfalls im Bali-Paket übergangsweise bis 2017 gewahrt. Doch inzwischen fordert Indien eine dauerhafte Lösung für seine Agrarsubventionen. Ob diplomatische Bemühungen in Genf in letzter Minute noch zum Erlog führen, bleibt ungewiss.

Auf der indonesischen Insel Bali einigten sich die WTO-Mitgliedstaaten im Dezember 2013 darauf, die Zollabwicklung zu erleichtern. Vor allem die beschleunigte Verzollung von Agrargütern sollte allen Beteiligten zu Gute kommen, also auch den Entwicklungsländern. Deshalb wurde dieser Teil aus den allgemeinen Handelsgesprächen der Doha-Runde herausgezogen und auf der Ministerkonferenz in Bali schon mal vereinbart. Doch jetzt stellt Indien das Bali-Paket wieder in Frage. (Mö) 
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