Spurensuche

Wenig GVO in Lebensmittelproben

Gut 700 Lebensmittelproben hat das Zentrallabor der baden-württembergischen Lebensmittelüberwachung in Freiburg 2013 auf Bestandteile aus gentechnisch veränderten (GV-)Pflanzen untersucht. Das Ergebnis: In Proben von Weizenprodukten wurden vereinzelt Verunreinigungen durch GV-Soja gefunden, ansonsten blieben die Ergebnisse der Überwachungen unauffällig.

So seien erstmals seit Beginn der Untersuchungen vor fast 20 Jahren keinerlei Überschreitungen des Kennzeichnungsschwellenwerts bei GV-Sojaerzeugnissen festgestellt worden, teilte das Landwirtschaftsministerium in Baden-Württemberg am Sonntag mit. In rund 60 Proben wurden Gentechnik-Anteile im Spurenbereich gefunden – dies entspreche dem Wert des Vorjahres.

Aufgrund eines Kontaminationsfalls mit GV-Weizen in den USA hatte die Lebensmittelüberwachung in Baden-Württemberg 2013 vorsorglich rund 100 Proben von Weizen und Weizenprodukten wie Nudeln untersucht. In diesen Proben sei zwar kein GV-Weizen nachweisbar gewesen – allerdings enthielten sechs der Proben Verunreinigungen durch GV-Soja.

„Die Ergebnisse des Jahres 2013 zeigen: Funde von Gentechnik sind nach wie vor selten und wenn, dann liegen sie im Spurenbereich – trotz weltweit steigender Anbauflächen“, sagte der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Alexander Bonde (Grüne).

GVO dürfen nur dann in Lebensmitteln enthalten sein, wenn sie ein Zulassungsverfahren mit Sicherheitsbewertung durchlaufen haben. Liegt der Anteil zugelassener GVO höher als 0,9 Prozent, muss eine Kennzeichnung erfolgen. (pio)
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