Die europäische Behörde hat sich von Experten über Acrylamid in Lebensmitteln beraten lassen. Die Chemikalie entsteht bei der Nahrungsmittelzubereitung, wenn kohlenhydrathaltige Produkte erhitzt oder geröstet werden. Es besteht ein enger Zusammenhang zur Maillard-Reaktion. Sogar beim Kochen von stärkehaltigen Lebensmitteln kann Acrylamid entstehen, berichtet die Efsa aus der Sitzung.

Darum sieht sich die Behörde auch in der Pflicht, das Krebsrisiko, das von Acrylamid für europäische Verbraucher ausgeht, zu minimieren. Experten sollten auch Stellung dazu nehmen, wie hoch sie die Belastung der Verbraucher mit dem schädlichen Stoff einschätzen. Acrylamid kommt unter anderem vor in Kaffee, Pommes Frites, Brot oder Kinderzwieback.
 
Im ersten Halbjahr 2015 will die Behörde ein abschließendes Urteil gebildet haben. Dann sollen auch Möglichkeiten vorgestellt werden, wie die Nahrungsmittelindustrie die Acrylamidgehalte senken kann. Anschließend wird die EU-Kommission mit den Risikoexperten der Mitgliedsstaaten weitere Schritte ausarbeiten. (brs)
stats