Monitoring

Weniger Antibiotika für Nutztiere


Die meisten Nutztierhalter in Deutschland sind seit 2014 dazu verpflichtet, halbjährlich Informationen über gehaltene und behandelte Tiere, die eingesetzten Antibiotika sowie über die Anzahl der Behandlungstage in den Beständen an die zuständigen Überwachungsbehörden zu melden. Heute wurden die aktuellen betrieblichen Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit veröffentlicht. Dabei zeigte sich, dass alle Kennzahlen im Vergleich zur ersten Erfassungsperiode abgesunken sind, teilt das Bundeslandwirtschaftsministerium mit.

Ziel sei die konsequente Erfassung und die kontinuierliche Senkung des Antibiotikaeinsatzes in der Nutztierhaltung. „Wir sehen jetzt, nach der dritten Erfassungsperiode, dass die Strategie zur Antibiotika-Minimierung greift“, kommentierte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die aktuelle Statistik. In einem nächsten Schritt werde er weitere Regelungen zum Einsatz von Antibiotika bei Tieren auf den Weg bringen, kündigte der CSU-Politiker an. Insbesondere die Anwendung von Reserveantibiotika müsse restriktiver gehandhabt werden. Gleichzeitig gebiete es aber der Tierschutz, dass kranke Tiere mit diesen Wirkstoffen behandelt werden, wenn das notwendig ist, betonte Schmidt. (SB)
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