Erneuerbare Energien

Weniger Geld für Wind und Biomasse


Die Förderung von Windenergieanlagen an Land wird um 1,2 Prozent und von Biomasse um 0,5 Prozent gekürzt. Die neuen Fördersätze gelten ab dem 1. Juli 2016, teilt die Bundesnetzagentur mit. Der Netto-Zubau für Windenergie an Land liege mit etwa 3.564 MW erneut oberhalb des Zubaukorridors. Grundlage für die Berechnung der Fördersätze sind die in den Monaten Februar 2015 bis Januar 2016 neu ans Netz angeschlossenen Anlagen.

Bewegt sich der Zubau bei Windenergieanlagen an Land innerhalb des gesetzlichen Korridors von 2.400 bis 2.600 MW, ist eine Absenkung der Vergütungssätze um jeweils 0,4 Prozent pro Quartal vorgesehen. Die Absenkung verstärkt sich, wenn der Zubau den Korridor überschreitet. Eine Unterschreitung des Zubaukorridors führt dagegen dazu, dass die Vergütung weniger stark sinkt, bei einer Unterschreitung um mehr als 400 MW gleich bleibt oder bei einer Unterschreitung um mehr als 600 MW ansteigt.

Bei Biomasse bewegt sich der Zubau innerhalb des Bezugszeitraumes mit 25 MW wieder unterhalb der angesetzten Zubaugrenze von 100 MW ab der die Förderung zusätzlich zu der Basisdegression von 0,5 Prozent gekürzt wird. Die Fördersätze für Strom aus Windenergie an Land und Biomasse müssen nach den Regeln des EEG 2014 ab 2016 quartalsweise angepasst werden.

Auf Investitionen in Biomassekraftwerke dürften die neuen Regelungen ohne Einfluss bleiben. Die Basisförderung ist mit dem EEG 2014 so weit abgesenkt worden, dass sich der Neubau größerer Biogasanlagen nicht mehr lohnt. Seit dem in Kraft treten des EEG 2014 werden vorwiegend kleine Gülleanlagen mit einer Leistung von maximal 75 kW gebaut, die eine deutlich höhere Stromvergütung erhalten.

Keine Veränderungen gibt es im März dagegen bei Photovoltaikanlagen, die sich nicht an Ausschreibungen beteiligen müssen. Weil der Zubau innerhalb der vergangenen 12 Monate mit 1.419 MW deutlich unter dem vorgegebenen Ausbaukorridor von 2.400 MW bis 2.600 MW lag, werde die monatliche Degression auf Null heruntergefahren, so die Bundesnetzagentur. (SB)
stats