EU-Parlament

Weniger Lebensmittel wegwerfen

Das Plenum des EP stimmte über ein Gesetzespaket zur Kreislaufwirtschaft ab, mit dem auch die Verschwendung von Lebensmitteln eingedämmt werden soll. Die Abgeordneten wollen Lebensmittelabfälle um 30 Prozent bis 2025 vermindern und bis 2030 halbieren. Auch die Landwirte werden dazu aufgefordert, Verluste im Produktionsprozess zu vermeiden. Der Schwerpunkt liegt dennoch am Ende der Lebensmittelkette. Genießbare Lebensmittel mit abgelaufenen Haltbarkeitsdatum sollen in der Regel an Tafeln weitergeleitet werden.

Ein Änderungsantrag, nach dem Getreide und Soja möglichst nicht mehr an Schweine und Geflügel verfüttert werden sollen, fand in Straßburg keine Mehrheit. Nach diesem Antrag sollten Nutztiere Gras essen und möglichst nicht in Nahrungsmittelkonkurrenz zum Menschen treten. Nach dem abgestimmten Bericht im EP sollen zukünftig die EU-Mitgliedstaaten Anreize zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen anbieten und Kriterien zu Messung von Verlusten entwickeln. Dabei steht die menschliche Verwertung an erster Stelle, gefolgt von der Verfütterung. Die organische oder energetische Nutzung von Nahrungsmitteln steht dagegen hinten an. (Mö)
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