Verbraucherschutzbericht

Weniger Mängel und keine Skandale


Die häufigsten Verstöße waren im vergangenen Jahr Hygienemängel, unzureichende betriebliche Eigenkontrollen und die fehlerhafte Kennzeichnung von Lebensmitteln. Mikrobielle Verunreinigungen mit Bakterien, Viren, Schimmel oder Hefepilzen seien für rund 20 Prozent der Beanstandungen verantwortlich, teilt das niedersächsische Landwirtschaftsministerium mit. Von den gut 30.000 genommenen Proben seien etwas mehr als 4.000 beanstandet worden. Das entspricht einem Anteil von 13,2 Prozent, etwas weniger als im Jahr zuvor (13,8 Prozent).

Gastronomie schneidet schlecht ab

Von rund 113.000 Betrieben seien fast 50.000 überprüft worden. In fast der Hälfte der Fälle fanden aufgrund von Auffälligkeiten teils mehrfache Nachkontrollen statt, sodass es insgesamt rund 75.000 Kontrollbesuche gab. Besonders hoch seien die Verstöße bei Gaststätten, Kantinen und Imbissen. Wo Belehrungen und Verwarnungen nicht ausreichten, ergingen in 559 Fällen Bußgeldbescheide und in 108 Fällen wurde sogar ein Strafverfahren eingeleitet. Allerdings bestand 2014 kein Anlass zur öffentlichen Information durch die zuständigen Behörden wegen akuter Gesundheitsgefahr.

Kennzeichnungsmängel größtes Problem

Insgesamt haben die kommunalen Stellen 2014 über 30.000 Proben in 9.635 Betrieben entnommen. Von den gut 13 Prozent Beanstandungen entfiel die überwiegende Zahl (61 Prozent) auf Kennzeichnungsmängel, bei fast 20 Prozent waren es mikrobielle Verunreinigungen. Untersucht wurden die Proben im Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves). Insgesamt wurden dort 2014 rund 1,8 Mio. Untersuchungen von amtlichen Proben an Lebens- und Futtermitteln, Bedarfsgegenständen, kosmetischen Mitteln und Spielwaren durchgeführt. (SB)

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