Das Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und das niederländische Nationale Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt (RIVM) wollen in Zukunt enger zusammenarbeiten. „RIVM und BfR kooperieren projektbezogen bereits über viele Jahre miteinander“, sagt BfR-Präsident Andreas Hensel anlässlich der Unterzeichnung der Vereinbarung. Insbesondere auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Risikobewertung von Stoffgemischen und des Tierschutzes soll die Kooperation vertieft werden.

Doppelte Arbeit vermeiden

RIVM und BfR sind Kooperationspartner in verschiedenen wissenschaftlichen Projekten im Bereich der Expositionsschätzung sowie bei der Entwicklung von tierversuchsfreien experimentellen Teststrategien zur verbesserten Bewertung der Toxizität von Gemischen verschiedener toxikologisch relevanter Lebensmittelinhaltsstoffe, Kontaminanten und Pflanzenschutzmittelrückständen. Die vereinbarte intensivierte Zusammenarbeit diene der Unterstützung der wissenschaftlichen Ziele beider Institutionen im Bereich der Forschung und der Weiterentwicklung von Bewertungsstrategien sowie der Vermeidung von Doppelarbeit, teilt das BfR mit. Die in der Zusammenarbeit beider Institutionen gewonnenen Erkenntnisse werden der Wissenschaft und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Das Deutsche Zentrum zum Schutz von Versuchstieren, angesiedelt am BfR, werde einen wissenschaftlichen Austausch mit dem Netherlands Knowledge Centre on Alternatives to Animal Use (NKCA) aufbauen - einer Gemeinschaftseinrichtung von RIVM und der Universität Utrecht.
Das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt (RIVM) ist eine unabhängige Forschungsreinrichtung des niederländischen Gesundheitsministeriums. Das Institut führt eigene Forschungsarbeiten durch und berät den Staat in Fragen der öffentlichen Gesundheit, des Verbraucherschutzes und Umweltschutzes. (az)
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