Düngeverordnung

Weniger und individuell düngen


Auf den Nährstoffbedarf des des Schlages angepasste Mischungen können helfen, die strengeren Vorgaben der neuen Düngeverordnung einzuhalten.
-- , Foto: Amazone
Auf den Nährstoffbedarf des des Schlages angepasste Mischungen können helfen, die strengeren Vorgaben der neuen Düngeverordnung einzuhalten.

Der Verbrauch von mineralischen Stickstoffdüngern dürfte sich in den kommenden vier Jahren um schätzungsweise 10 bis 12 Prozent verringern. Zuwächse verzeichnen weiterhin Schwefeldünger. Die hohen Überschüsse von Stickstoff (N) und Phosphat (P) sowohl in den viehstarken Regionen als auch an einigen Ackerbaustandorten machen ein Umdenken erforderlich. Darin waren sich die Mitglieder des Bundesverbandes der Düngermischer während ihrer Tagung am Freitag in Hannover einig.

Überschüsse durch Mischungen vermeiden

Künftig müssen Landwirte für jeden Schlag eine Düngebilanz erstellen. „Individuell gemischte Nährstoffmischungen kommen immer mehr zum Einsatz. Landwirte lassen sich ihren Dünger beim Agrarhandel vor Ort individuell nach Bedarf mischen.“ Damit lassen sich die Überschüsse in den Griff bekommen. Noch gelte für Stickstoff ein maximaler Überschuss von 60 kgN/ha. Nach der neuen Düngeverordnung sind nur noch 50 kgN/ha erlaubt. Bei Phosphat dürfte es mit einem erlaubten Wert von 10 kg Phosphat/ha ab 2018 schwierig werden, diese Grenze einzuhalten.

Biogas verstärkt Nährstoffüberschüsse

Die Nitratbelastung in Deutschland hat sich mit der Biogasproduktion weiter verstärkt. Besonders in Veredlungsregionen kommen zu dem je schon hohen Aufkommen von Gülle noch die Gärreste dazu. Derzeit liegt die Düngeverordnung zur Prüfung bei der EU Kommission. Dr. Hermann Aeikens, Agrarminister in Sachsen Anhalt, erwartet nach der Durchsicht in Brüssel nur noch marginale Änderungen am Entwurfs der Düngeverordnung. Auf der Tagung der Düngermischer warnt der Minister jedoch vor unliebsamen Überraschungen aus Brüssel vor denen man nicht gefeit ist. Auch im Bundesrat haben Bundesländern mit grünen Agrarministern Änderungsbedarf angemeldet. (da)
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