Futtermittel

Wichtige Rolle in der Kreislaufwirtschaft

"Wie streben für die Fütterung der Tiere ein Gleichgewicht aus sozialen, ökonomischen und ökologischen Kriterien als die drei tragenden Säulen der Nachhaltigkeit an", sagte der Präsident des Deutschen Verband Tiernahrung (DVT), Jan Lahde, heute in Berlin. In seiner Eröffnungsrede zur Jahrestagung des DVT  verwies er auf die Beiträge der Tierernährung zu Tiergesundheit und effizienter Nutzung natürlicher Ressourcen. 

In der Landwirtschaft seien Diskussionen über die Umweltrelevanz und die grundsätzliche Bewertung der Tierhaltung im Bereich der tierischen Veredlung mittlerweile Alltag, so Lahde. Sie hätten direkte Auswirkungen auf die Tierernährung. Von den Tiernahrungsherstellern würden Lösungen gefordert, bei denen die stetige Optimierung der Rationen und eine verbesserte Verwertung der Nährstoffe im Vordergrund stünden. Die von der Klimakonferenz im Jahr 2016 auch an die Landwirtschaft adressierten Ziele bezeichnete Lahde als enorme Herausforderungen. Danach solle die  insgesamte erzeugte CO2-Menge bezogen auf das Jahr 1990 bis 2030 um 38 Prozent reduziert werden. Dies sei ohne Karftakt und Veränderung in der tierischen Produktion nicht zu erreichen. Doch Futtermittel seien dabei ein Teil der Lösung. 

Auch mit Blick auf die in Europa geforderte Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft erfülle die Tierernährung eine wichtige Funktion. Dabei gehe es im Sinne der Nähstoffkreisläufe um die Verwertung von Neben- und Koppelprodukten aus dem Lebensmittelsektor. Diese gelte es zu erhalten und zu nutzen. 

Von der Politik erhoffe er sich ein stabiles und zuverlässiges Bündnis, welches sich klar und deutlich für eine moderne und zukunftsfähige Landwirtschafts- und Ernährungspolitik ausspreche. Nach dem vorliegenden Wahlergebnis müssten nun zunächst die Verhandlungen abgewartet werden, so der DVT-Präsident vor etwa 350 Teilnehmern. (jst)  
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