Aufklärung

Wie viel Kräutertee ist gesund?

Welche Stoffe können dem Körper schaden? Und wie schütze ich mich am besten vor gesundheitlichen Risiken? Das sind Fragen, die sich Konsumenten am Ende des Tages stellen, wenn ein alltäglich verwendetes Lebensmittel in den Fokus von Gesundheitsbehörden gerät.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) setzt seit Kurzem auf leichte Verdaulichkeit, wenn es um brisante Themen geht. Denn der Verbaucher scheint zu häufig im Dunkeln zu tappen, wie eine Umfrage des BfR zeigte. Deswegen kann man sich nun auf der Homepage des BfR auf die Schnelle informieren. Unter dem Titel „100 Sekunden BfR“ erläutern Experten kurz und prägnant Informationen zu einem aktuellen Thema aus dem Bereich Lebensmittel-, Produkt- und Chemikaliensicherheit. Den Auftakt der Serie macht eine Folge zu Pyrrolizidinalkaloiden in Tee und Honig.

Gefährdung für Verbraucher unwahrscheinlich

Wer keine Lust hat, sich das Filmchen anzuschauen, erhält hier eine Zusammenfassung: Pyrrolizidinalkaloide (PA) können die Leber und die Lunge schädigen, in Tierversuchen zeigten PA auch erbgutverändernde und krebsauslösende Wirkungen. Messungen haben ergeben, dass sowohl in Kräutertee, in schwarzem Tee als auch in Honig teilweise höhere Gehalte an PA enthalten sind. Bei dem Verzehr von Honig oder Kräutertee- und Teeaufgüssen ist eine akute gesundheitliche Gefährdung für Verbraucher durch Aufnahme von PA unwahrscheinlich, befindet das BfR.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen. (has)
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