Exportförderung

Wirtschaft fordert Bekenntnis der Politik

Das Volumen der Exporte der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft einschließlich der Landtechnik hat im vergangenen Jahr fast 70 Mrd. € erreicht. Auch im ersten Quartal des laufenden Jahres wurde ein neuer Quartals-Höchstwert erreicht, berichtet die Exportförderorganisation dieser Wirtschaftssektoren (Gefa).

Dies sei das Ergebnis großer Bemühungen der Wirtschaftspartner, die jedoch auf politische Unterstützung durch den Staat angewiesen seien. Deutlich erkennbar werde dies beispielsweise an marktpolitischen und veterinärhygienischen sowie phytosanitären Anforderungen Russlands, die schwerwiegende Auswirkungen auf das Ausfuhrgeschäft deutscher Erzeuger haben. Hier sei eine konsequente Fürsprache des Bundes unerlässlich, so die Gefa.  

Zwar hätten sich die Exporte als vollwertige Absatzkanäle etabliert, habe eine Analyse von Prof. Wolf Lorleberg vom Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen ergeben. Doch liege eine weitere Stärkung der Exportförderung auf der Hand. Nach Einschätzung von Lorleberg werde sich die Bedeutung der Ausfuhren für den Stanort Deutschland weiter erhöhren. Gründe dafür seien der demographische Wandel sowie weitere Produktivitätssteigerungen. Und der Export sei in vielen Auslandsmärkten von "staatlicher Flankierung" abhängig.

"Deshalb setzt die in der Gefa vertretene Wirtschaft auch weiterhin auf die notwendige politische Unterstützung ihrer Exportaktivitäten", wird der Sprecher der Organisation und Geschäftsführer der Lemken Gmbh & Co. KG, Dr. Franz-Georg von Busse, in der Mitteilung zitiert. (jst)    
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