Erneuerbare Energien

Wirtschaft fordert radikale Reform


Strom von Solardächern soll nach dem Wunsch der Wirtschaft gezielter vermarktet werden.
-- , Foto: CARMEN
Strom von Solardächern soll nach dem Wunsch der Wirtschaft gezielter vermarktet werden.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) schlägt eine Reform vor, die auf zwei Säulen beruht.  Erstens soll die Förderung von Erneuerbaren Energien weitgehend auf ein Marktprämienmodell umgestellt werden. Im Kern sieht das heute in Berlin vorgestellte BDEW-Konzept vor, dass für Neuanlagen eine Pflicht zur Direktvermarktung des erzeugten Stroms eingeführt wird.

„Aus Subventionsempfängern müssen Kaufleute werden", verdeutlichte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, das Prinzip. Zweitens soll ein dezentraler Leistungsmarkt geschaffen werden, in dem Versorgungssicherheitsnachweise gehandelt werden.

Der BDEW will die Pflicht zur Direktvermarktung von Strom aus neuen Erneuerbaren-Anlagen zum Kern der EEG-Reform machen, kündigte der Verband an. Übergangsregeln sind dafür vorgesehen. Langfristig wünscht der BDEW die Umstellung auf eine fixierte Marktprämie, die im Wettbewerb etwa im Rahmen einer Auktion ermittelt würde.

Außerdem sollen nach den Branchenvorstellungen die Anbieter von Erneuerbaren Energien zunehmend auch Verantwortung für das technische Funktionieren des Stromversorgungssystems übernehmen. Dazu sollen Anlagen etwa verpflichtend mit Komponenten zur Leistungsregelung und Fernsteuerung ausgerüstet sein. (db)
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