Wenn am morgigen Donnerstag Vertreter von Wirtschaft und Zivilgesellschaft mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihren Ministern zum Thema Energiewende in Berlin zusammen kommen, sind Meinungsverschiedenheiten programmiert.

Der neue Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, macht im Vorfeld seinen Unmut über die Bundesregierung öffentlich. Es gäbe kein Management der Energiewende von Seiten der Bundesregierung, klagt Grillo in einem heute erschienenen Interview mit dem Handelsblatt. In weiten Teilen sei unklar, wer dieses zentrale Vorhaben der Regierung steuere, und das sei für ein Industrieland wie Deutschland fatal, empört sich Grillo.

Auch der DBV-Präsident Joachim Rukwied nimmt an der morgigen Runde bei Merkel teil. Dieser hatte sich zuletzt vor allem an den beiden Vorhaben bei Neuanlagen die EEG-Vergütung teilweise auszusetzen und bei Bestandsanlagen den Güllebonus nachträglich zu streichen, gestört.

Agrarministerin Ilse Aigner ist morgen im Kanzleramt auch mit dabei. Sie hält sich hinsichtlich der Konfliktfelder jedoch bisher bedeckt. Zu der laufenden Diskussion gäbe es keinen Kommentar, heißt es aus ihrem Haus. (sta)
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