Glyphosat

Wissenschaftler streiten weiter


Die Efsa arbeite transparent und halte sich bei ihren Untersuchungen an wissenschaftlich anerkannte Standards. Dies betont Efsa-Direktor Bernhard Url in seinem Brief an die EU-Kommission. Es will sich im Februar mit den Mitarbeitern der Internationalen Krebsforschungsagentur IARC zusammensetzten, um die Wogen zu glätten.

Die IARC stufte im vergangenen  Frühjahr Gyphosat als möglicherweise krebserregend ein. Die Efsa bescheinigte dagegen Mitte November 2015 dem Wirkstoff die Unbedenklichkeit. Unzufriedene Wissenschaftler hakten dennoch nach. Unter der Leitung des US-amerikanischen Professors Christopher Portier, der an der IARC-Studie mitgearbeitet hatte, wurde ein Protestbrief an die EU-Kommission verfasst.

Inzwischen haben die Kritik an der Efsa rund 100 Wissenschaftler und Glyphosatgegner unterschrieben. Der anhaltende und öffentliche ausgetragenen Streit könnte die Wiederzulassung von Glyphosat verzögern. Nach dem grünen Licht der Efsa wurde eigentlich zu Beginn des Jahres ein entsprechender Vorschlag der EU-Kommission erwartet. Den Streit der Wissenschaftler könnte EU-Gesundheitskommissar Vytenis Antriukaitis aber auch erst abwarten. (Mö)
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