Rheinland-Pfalz

Wissing und Höfken für Kalium-Phosphonat

Der Falsche Mehltau (Peronospora) bereitet den Öko-Winzern in diesem Jahr besondere Sorgen. Begünstigt durch das feuchte Wetter rund um die Blütezeit der Reben kam es in diesem Jahr zu schweren Epidemien, die im Ökoweinbau mit Kupfer nicht ausreichend bekämpft werden konnten. Die Betriebe verzeichnen Ernteverluste von bis zu 30 Prozent, in Einzelfällen sogar einen Totalverlust, berichtet das Weinbauministerium Rheinland-Pfalz.

„Ökologisch wirtschaftenden Winzern in Rheinland-Pfalz muss ein geeignetes Mittel gegen Peronospora-Befall zur Verfügung stehen. Die derzeitige Regelung ist für die klimatischen Bedingungen im deutschen Weinbau nicht sachgerecht. Wir unterstützen die Kupferminimierungsstrategie der EU, doch es muss für die Ökowinzer Alternativen geben, die gleichzeitig die Bedingungen der Umweltfreundlichkeit erfüllen", erklärten Weinbauminister Dr. Volker Wissing und Umweltministerin Ulrike Höfken nach einem Gespräch mit Diego Canga Fano, Direktor für multilaterale Beziehungen und Qualitätspolitik in der Generaldirektion Landwirtschaft in Brüssel.

Aufgrund des Klimawandels sei zukünftig verstärkt mit extremen Witterungsbedingungen zu rechnen, so dass auch Öko-Winzer in anderen Mitgliedsstaaten in vergleichbare Problemlagen kommen könnten. "Wir haben dies im Gespräch deutlich gemacht und uns für die Wiederzulassung von Kalium-Phosphonat im ökologischen Weinbau eingesetzt“, so die beiden Minister in einer Mitteilung. (mrs)
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